Parodontitis
Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats – und weit mehr als nur ein lokales Zahnfleischproblem.
Sie gehört zu den häufigsten Volkskrankheiten und verläuft oft schleichend, schmerzfrei und unbemerkt. Doch die Folgen sind gravierend: unbehandelt führt Parodontitis zu Zahnlockerung, Zahnverlust und gefährdet die Stabilität selbst hochwertigster Implantate. Viel gefährlicher aber ist: Die chronische Entzündung bleibt nicht auf den Mundraum begrenzt.
„Manchmal blutet der kommende Schlaganfall zuerst mit dem Zahnfleisch.“ Dieses drastische, aber leider zutreffende Bild beschreibt Herr Honnefelder aus seiner täglichen Erfahrung. Denn die Keime, die in den tiefen Zahnfleischtaschen bei Parodontitis leben, sind hochaktiv. Sie durchbrechen die Barriere des entzündeten Zahnfleischs, gelangen über die Blutbahn in den gesamten Körper – und wirken dort wie ein Brandbeschleuniger auf bestehende Entzündungsprozesse.
Besonders betroffen: das Herz-Kreislauf-System. Wissenschaftliche Studien belegen inzwischen eindeutig, dass Parodontitis das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich erhöht. Die entzündlichen Prozesse fördern Gefäßverkalkungen, destabilisieren Ablagerungen in den Arterien und können so akute kardiovaskuläre Ereignisse auslösen. „Wenn Parodontitiskeime ins Blut gelangen, wirken sie oft wie Öl, das man auf ein Feuer bestehender Entzündungsherde gießt“, so Herr Honnefelder. Auch der Zusammenhang mit Diabetes ist klar: Parodontitis erschwert die Blutzuckereinstellung, Diabetes verstärkt wiederum die Entzündungsanfälligkeit des Zahnfleischs – ein gefährlicher Teufelskreis.
Deshalb legen wir in der Praxis Honnefelder größten Wert auf Früherkennung und frühzeitige, gewebeschonende Behandlung. Denn „ich sehe im Mund durch Zahnfleischbluten oder Rückgang des Zahnfleischs oft schon erste Hinweise auf mögliche Spätfolgen und Krankheiten der kommenden Jahre“, erklärt Herr Honnefelder. Unsere Parodontitistherapie folgt einem sanften, wissenschaftlich fundierten Konzept: minimalinvasiv, schmerzarm und mit modernsten Verfahren zur Entfernung bakterieller Beläge – in Kombination mit gezielter Diagnostik und digitaler Befundkontrolle.
Doch der eigentliche Schlüssel liegt in der Nachsorge: In unserer Praxis kombinieren wir die Parodontitisbehandlung mit einem einzigartigen Nachsorgekonzept – der SOLO-Prophylaxe. Ziel ist es, nicht nur kurzfristig Keime zu beseitigen, sondern das Wiederaufflammen der Entzündung dauerhaft zu verhindern. Unsere Patientinnen lernen, wie sie durch gezielte, individuelle Reinigung der kritischen Zahnzwischenräume selbst die Kontrolle über ihre Mundgesundheit übernehmen können. Einfach. Alltagstauglich. Effektiv.
„Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, die Krankheit nicht nur behandeln zu lassen – sondern sie selbst im Griff zu haben“, beschreibt eine Patientin ihre Erfahrung nach erfolgreicher SOLO-Einweisung.
Parodontitis ist kein Schicksal – aber sie ist eine Warnung. Für Zähne. Für Implantate. Und für die Gesundheit des gesamten Körpers. Wer sie ignoriert, riskiert weit mehr als Zahnausfall. Wer sie ernst nimmt, gewinnt mehr als nur gesundes Zahnfleisch: Er gewinnt Lebensqualität, Sicherheit und langfristige Stabilität.
In der Praxis Honnefelder begleiten wir Sie dabei – mit Verstand, Herz und Verantwortung für Ihre gesamte Gesundheit.
Parodontitis und Parodontose – was ist das?
Viele Menschen sprechen gern von der „Parodontose“. Der medizinisch korrekte Begriff ist Parodontitis. Egal, wie Sie es nennen, die Erkrankung gefährdet Ihren gesamten Zahnhalteapparat – das sogenannte Parodont, also Zahnfleisch, kollagene Fasern, Bindegewebe und Kieferknochen.
Wie behandelt der Zahnarzt Parodontitis?
Bei der Behandlung der Parodontitis kommt es ganz entscheidend darauf an, alle Entzündungsherde ausfindig zu machen. Der Intraoralscanner, der uns ein dreidimensionales, exaktes Bild Deiner Zähne und des Kiefers samt aller Daten liefert, hilft uns dabei.
Er ermöglicht es uns aber auch, den Erfolg unserer Maßnahmen zu überprüfen und für Dich anschaulich zu machen. Sie sehen ganz genau, wo sich die Parodontitis eingenistet hat und wie unsere Therapie anschlägt. Da der Intraoralscanner dieses Bild innerhalb weniger Sekunden liefert, ist das ohne jegliche Wartezeiten oder Einschränkungen möglich.
Wie entsteht Parodontitis?
Wenn bei der heimischen Reinigung der Zähne Beläge nicht richtig entfernt werden, zum Beispiel in den Zahnzwischenräumen oder an den nur schwer zu erreichenden hinteren Backenzähnen, entwickelt sich durch sich dort einnistende Bakterien eine Entzündung, die sogenannte Gingivitis. Sie macht sich zu Beginn durch Zahnfleischbluten bemerkbar und lässt sich in diesem frühen Stadium mithilfe der professionellen Zahnreinigung und der Optimierung der persönlichen Mundhygiene meist komplett beseitigen.
Daher ist es wichtig, sofort den Zahnarzt aufzusuchen, wenn das Zahnfleisch blutet. Wenn die Beläge hingegen verkalken und unter das Zahnfleisch rutschen, weitet sich die Entzündung weiter aus. Das Zahnfleisch wird durch die Entzündung zersetzt und es bilden sich die sogenannten Zahnfleischtaschen. In diesem Stadium ist die Parodontitis chronisch: Sie kann zwar gestoppt, aber nicht mehr zurückgeführt werden.
Zur Behandlung werden neben regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen und einer Optimierung Deiner Mundhygiene die festen Beläge unter örtlicher Betäubung gründlich aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Das Zahnfleisch ist in diesem Stadium bereits so weit zurückgegangen, dass der Zahn nicht mehr ausreichend Halt hat. Es droht der frühzeitige Zahnverlust. Außerdem kann sich die Parodontitis weiter ausbreiten und unter anderem den Kieferknochen angreifen.
Wussten Sie? Viele Parodontitis-Ursachen lassen sich vermeiden
Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die die Entstehung der gefährlichen bakteriellen Zahnfleischentzündung begünstigen. Sollten mehrere dieser Faktoren auf Dich zutreffen, ist Vorsicht geboten. Gehe regelmäßig zum Zahnarzt und buche Dir zusätzliche Professionelle Zahnreinigungen.
Zu den Parodontitis-Ursachen zählen:
- Unzureichende Mundhygiene
- Rauchen
- Dauerstress
- Hormonelle Einflüsse
- Abwehrschwäche (z. B. bei kranken und älteren Patienten)
- Grunderkrankungen (z. B. ein unbehandelter oder schlecht eingestellter Diabetes mellitus)
- Genetische Faktoren
- Übergewicht
- Mangel- oder Fehlernährung
- Übermäßiger Alkoholkonsum
Was können erste Symptome einer Parodontitis sein?
Die bakterielle Zahnfleischentzündung nimmt einen schleichenden Verlauf, der sich in den verschiedenen Stadien durch unterschiedliche Symptome bemerkbar macht. Patienten, die eines davon an sich erkennen, sollten schnell einen Termin mit einem Zahnarzt vereinbaren. Die Zahnmedizin kennt Möglichkeiten, der als Parodontose bekannten Parodontitis Einhalt zu gebieten.
Mit diesen Symptomen äußert sich Parodontitis:
- Rötungen und Schwellungen des Zahnfleischs, gelegentlich auch Zahnfleischbluten
- Zahnfleischtaschen entstehen, in den sich Bakterien vermehren können
- Mundgeruch
- Rückgang des Zahnfleischs
- Das Zahnfleisch füllt die Zahnzwischenräume nicht mehr vollständig aus
- Freiliegende Zahnhälse mit erhöhter Schmerzempfindlichkeit
- optisch „längere“ Zähne
- Abbau des Kieferknochens
- lockere Zähne
- Zahnausfall
Warum gefährdet die Parodontitis auch die allgemeine Gesundheit?
Eine Parodontitis beginnt unauffällig und ist deshalb so tückisch. Zahlreiche Studien legen zudem dramatische Folgen für den ganzen Organismus nahe: Die Bakterien gelangen über das beschädigte Zahnfleisch in die Blutbahn und erhöhen das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Frühgeburten. Suche beim ersten Auftreten von Zahnfleischbluten unbedingt einen Zahnarzt mit Schwerpunkt Parodontologie auf, dann haben Sie gute Chancen, die Parodontitis in den Griff zu bekommen und unbeschadet zu überstehen. Bei der Therapie steht die Wiederherstellung gesunder Mundraumverhältnisse im Fokus. Dazu ist auch Deine Mitarbeit gefragt. Die Krankenkasse bezahlt die mechanische Reinigung ab dem zweiten Stadium der Erkrankung. Weiterhin gibt es zahlreiche effektive Vorbehandlungen und Begleitleistungen, zu denen wir Dich gerne individuell beraten.
Haben Sie Fragen zur Behandlung oder möchten einen Termin vereinbaren? Wir sind in Krefeld für Sie da.
Häufige Fragen zur Parodontitis-Behandlung in Krefeld
Was ist Parodontitis?
Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparats, die zu schwerwiegenden Schäden an den Zähnen und dem Zahnfleisch führen kann.
Welche Ursachen hat Parodontitis?
Parodontitis wird durch Bakterien verursacht, die sich in Zahnbelägen ansiedeln und Entzündungen hervorrufen.
Wie kann ich Parodontitis vorbeugen?
Eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege sowie professionelle Zahnreinigungen beim Zahnarzt können helfen, Parodontitis vorzubeugen.
Wie wird Parodontitis diagnostiziert?
Der Zahnarzt kann Parodontitis durch eine klinische Untersuchung, eine Röntgenaufnahme und eine Messung der Zahnfleischtaschen diagnostizieren.
Wie lange dauert eine Parodontitis-Therapie?
Die Dauer der Therapie hängt von der Schwere der Erkrankung ab, in der Regel sind aber mehrere Sitzungen beim Zahnarzt notwendig.
Kann Parodontitis auch andere Erkrankungen begünstigen?
Ja, Parodontitis steht in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzerkrankungen und kann deren Verlauf negativ beeinflussen.
Gibt es eine Heilung für Parodontitis?
Parodontitis kann nicht vollständig geheilt werden, aber eine frühzeitige Diagnose und eine konsequente Therapie können dazu beitragen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und zu kontrollieren.
Parodontitis lässt sich stoppen. Schützen wir gemeinsam Ihre Gesundheit. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine Kontrolluntersuchung.